Im Fokus steht all das Positive, das wir mit Unterstützung unserer Freunde und Förderer in diesen zehn Jahren
bewirken konnten.
Nach den beiden schweren Erdbeben im April und Mai 2015 haben wir, der Soroptimist Club Windischgarsten-
Kremstal, begonnen, Hilfsmaßnahmen für die ärmsten Frauen in der Region rund um Dhulikhel zu organisieren.
Unsere Vision war, für 100 Frauen Mikrofinanzkredite zu je € 90,- zu sammeln. Das Projekt wurde im November
2015 vom Club beschlossen. Als dann im März 2016 eine kleine Gruppe von Soroptimistinnen nach Nepal flog,
konnten wir doppelt so viel, also € 18.000,- überreichen. Zur Erlangung der Mikrofinanzkredite mussten die
Frauen Schulungen im Bereich des Gesundheitswesens durchlaufen und wurden auf ihren künftigen Erwerb vorbereitet.
Das Projekt wurde zu einem „Leuchtturmprojekt“ in der Region, Frauen, die keine Mikrofinanzkredite erhalten
konnten, kamen trotzdem zu den Schulungen.
Aber durch Corona fand alles ein jähes Ende. Bis dahin hatten 800 Frauen die Chance auf eine bessere Zukunft
genutzt. Durch Corona wurde die Not in allen Bereichen schlimmer, fehlende Schutzanzüge, Masken,
Medikamente, fehlende Einkünfte durch Wegbrechen des Tourismus und schwerste Infektionen bis in die
entlegensten Täler, wohin die heimkehrenden Fremdarbeiter die Krankheit gebracht hatten, trafen das Land hart.
Das neu fertiggestellte Mutter-Kind Haus des Dhulikhel Hospitals wurde zur Infektions- und Quarantäne Station
umfunktioniert und in den alten Gebäuden Gynäkologische Not OP`s eingebaut. Auch in dieser schwierigen Zeit
konnten wie helfen.
Und dann, ein neuerlicher Hilferuf! Für uns unvorstellbar: Menschen verhungern! Dem entgegen zu wirken
entstand das „Fishfarming Projekt“, zunächst in Kirnetar am Tamakoshi, dann in Bahunipati, einem Ort, den wir
zweimal besucht hatten. Frauen übernahmen die Aufzucht von Fischen in Bio Qualität. Sie erwirtschafteten nicht
nur ein eigenes Einkommen, sie trugen auch zu einer besseren Versorgung der Bevölkerung bei. Die
Nachhaltigkeit ist durch jährlich neuen Besatz sichergestellt.
2024 trug eine von uns finanzierte Kampagne dazu bei, die Verwendung von Menstruationshygienematerial
bekannt zu machen, ein Tabuthema in Nepal.
Dazwischen gab es noch viele kleinere und größere Unterstützungen, Therapiegarten für Frauen und
Neugeborene, Neuinstallation der zusammengebrochenen Warmwasserversorgung im Bereich der
Geburtenstation, Absauggeräte im OP, etc.
Ein großes neues Projekt ist im Anlaufen: Gesundheitsprojekt für Frauen in den entlegendsten Gebieten rund um
Dhulikhel. Eine neue Herausforderung, wir schaffen das!